Gardien setzt sich für die Vermeidung jeglicher Bestechung und Korruption sowie die Anwendung des Wortlauts und des Sinns der geltenden Antibestechungsvorschriften in sämtlichen Märkten und Ländern, in welchen die Gruppe tätig ist, ein. Dies umfasst insbesondere den UK Bribery Act 2010. Dieses Gesetz legt eindeutige Standards für rechtswidriges Verhalten fest und steht im Einklang mit der Verpflichtung der Gruppe zu hohen Verhaltensmaßstäben. Wir setzen strenge Richtlinien und Verfahren um, um im Rahmen unserer Geschäfte stets Transparenz zu gewährleisten und ethisch unbedenklich zu handeln. In Bezug auf Finanzkriminalität verfolgen wir einen Null-Toleranz-Ansatz und prüfen mit gebührender Sorgfalt sämtliche externen Geschäftspartner, mit welchen wir zusammenarbeiten, um sicherzustellen, dass bei diesen hohe ethische Normen angewandt werden und unser Ruf durch Verbindungen zu diesen Dritten nicht beschädigt wird.

Bitte lesen Sie unsere Richtlinien zur Bekämpfung von Korruption und Bestechung durch, in welchen jene gesetzliche Standards festgelegt sind, die im Rahmen unseres fortlaufenden Engagements zur Umsetzung geeigneter Verfahren zum Schutz gegen rechtswidriges Verhalten durchgesetzt wurden.

Heimlichkeiten und ein undurchsichtiges Umfeld bieten einen besonders guten Nährboden für Bestechung und Korruption; unsere Unternehmenskultur zielt bei der Bekämpfung von Korruption dagegen auf Offenheit und Ehrlichkeit ab. Wir bitten alle, die als Mitarbeiter, Vertreter, Handelspartner oder Kunden mit Gardien zu tun haben, uns bei unserem Kampf gegen Korruption zu unterstützen und bei Bedenken oder Verdachtsmomenten, von welchen wir Kenntnis haben sollten, sich umgehend über die nachstehend aufgeführten Kontaktmöglichkeiten an uns zu wenden.

1 Grundsatzerklärung

1.1 Wir gehen allen unseren Geschäften in einer ehrlichen und ethisch einwandfreien Art und Weise nach. In Bezug auf Bestechung und Korruption verfolgen wir einen Null-Toleranz-Ansatz und haben uns verpflichtet, ganz gleich wo im Rahmen unserer Geschäftstätigkeit und Geschäftsbeziehungen professionell, fair und mit Integrität zu handeln und effektive Maßnahmen zur Bekämpfung von Bestechung um- und durchzusetzen.

1.2 In sämtlichen Ländern, in denen wir tätig sind, werden wir stets unter Einhaltung der in Bezug auf die Bekämpfung von Bestechung und Korruption geltenden Rechtsvorschriften handeln. Beim unserem Handeln sowohl im In- als auch im Ausland sind wir an die im Vereinigten Königreich geltenden Gesetze einschließlich des Bribery Act 2010 gebunden.

1.3 Diese Richtlinie dient dazu:

  • unsere Verantwortung und die Verantwortung der für uns tätigen Personen hinsichtlich der Beachtung und des Schutzes unserer Position zu Bestechung und Korruption zu bestimmen;
  • Informationen und Leitlinien für die für uns tätigen Personen hinsichtlich der Erkennung und Handhabung von Bestechung und Korruption bereitzustellen.

1.4 Natürliche Personen können für Bestechungs- und Korruptionsvergehen mit einer Freiheitsstrafe von bis zu 10 Jahren belangt werden. Sollten wir als Unternehmen nachweislich an Korruption beteiligt gewesen sein, kann dies für uns zu einer Geldstrafe von unbegrenzter Höhe, dem Ausschluss von Ausschreibungsverfahren für öffentliche Aufträge und Rufschädigung führen. Daher nehmen wir unsere gesetzlichen Verpflichtungen sehr ernst.

1.5 In dieser Richtlinie werden die besonderen Risiken aufgeführt, welchen wir von Zeit zu Zeit ausgesetzt sein könnten.

2 Für wen gilt diese Richtlinie?

2.1 Diese Richtlinie gilt für alle Personen, die auf allen Ebenen als Mitarbeiter oder Vertreter für Gardien und alle unseren Tochtergesellschafter im In- und Ausland (in dieser Richtlinie zusammen als Direkt Verbundene Personen bezeichnet) tätig sind. Diese Richtlinie wird ebenso für weitere verbundene Personen und Unternehmen von Gardien, einschließlich der Joint-Venture-Partner und Lieferanten, bereitgestellt, die jene Bestimmungen dieser Richtlinien durch Aufnahme in sämtliche Vertragsverhältnisse mit Gardien einhalten müssen, welche auf sie Anwendung finden (mit Ausnahme von beispielsweise Disziplinarmaßnahmen).

2.2 Der Begriff „Dritte“ bezeichnet in der vorliegenden Richtlinie jede natürliche oder juristische Person, zu der Sie im Rahmen Ihrer Tätigkeit Kontakt haben.

3 Was ist Bestechung?

3.1 Bei Bestechung handelt es sich um einen Anreiz oder eine Belohnung, der/die angeboten, versprochen oder bereitgestellt wird, um einen wirtschaftlichen, vertraglichen, regulatorischen oder persönlichen Vorteil zu erhalten. 
3.2 Im Rahmen des Bribery Act 2010 werden vier wesentliche Verstöße berücksichtigt: 
3.2.1 Bereitstellung einer Bestechung oder Unterbreitung eines Bestechungsangebotes; 
3.2.2 Erhalt oder Forderung einer Bestechung; 
3.2.3 Bestechung eines ausländischen Beamten; und 
3.2.4 Verstoß des Unternehmens durch nicht vermiedene Bestechungshandlung einer verbundenen Person zu Gunsten von Gardien. 
3.3 In Anhang 1 werden Beispielszenarien, die einen Verstoß im Sinne von Bribery Act 2010 darstellen könnten, sowie mögliche Risikosituationen erläutert.

4 Geschenke und Bewirtungsleistungen

4.1 Durch die Richtlinie wird die Bereitstellung oder die Annahme von normalen und angemessenen Geschenken und Bewirtungsleistungen für Dritte bzw. von Dritten nicht untersagt.

4.2 Die Bereitstellung oder die Annahme von Geschenken oder Bewirtungsleistungen durch Direkt Verbundene Personen ist vorbehaltlich der Genehmigung durch Ihren Vorgesetzen und unter Einhaltung der weiteren nachstehen in Art. 4.4 festgelegten Bedingungen nicht untersagt, sofern die folgenden Voraussetzungen erfüllt sind: das Geschenk bzw. die Bewirtungsleistung:

  • dient nicht dazu, einen Dritten zu beeinflussen, um ein Geschäft oder einen geschäftlichen Vorteil zu erhalten oder zu behalten oder um den Erhalt oder eine Beibehaltung eines Geschäftes oder eines geschäftlichen Vorteils zu belohnen, und ist nicht als ausdrückliche oder implizierte Gegenleistung für Gefälligkeiten oder Vorteile zu verstehen;
  • steht nicht im Widerspruch zum lokalen Recht;
  • wird in unserem und nicht in Ihrem Namen bereitgestellt;
  • umfasst keine Zahlungsmittel oder Zahlungsmitteläquivalente (wie Geschenkgutscheine oder sonstige Gutscheine);
  • steht im angemessenen Verhältnis zu den vorliegenden Umständen. Dies trifft beispielsweise bei Geschenken zu förmlichen Anlässen auf einer Feier oder bei sonstigen besonderen Anlässen (z. B. Weihnachten) zu;
  • ist unter Berücksichtigung des Grundes für seine/ihre Bereitstellung von angemessener Art und von angemessenem Wert und wird zu einem angemessenen Zeitpunkt bereitgestellt;
  • wird offen und nicht insgeheim angeboten; und
  • Geschenke und Bewirtungsleistungen dürfen nicht Regierungsbeamten bzw. Regierungsvertretern, Politikern oder politischen Parteien angeboten werden. Ebenso ist es untersagt, die von Regierungsbeamten bzw. Regierungsvertretern, Politikern oder politischen Parteien angebotenen Geschenke und Bewirtungsleistungen anzunehmen.

4.3 Wir sind uns darüber im Klaren, dass die hinsichtlich der Bereitstellung von Geschenken mit geschäftlichem Hintergrund und entsprechenden Bewirtungsleistungen angewandten Praktiken von Land zu Land und von Region zu Region unterschiedlich sind und dass ein Geschenk, das in einem bestimmten Land als normal und akzeptabel gilt, ggf. in einem anderen Land nicht angeboten werden darf. Daher muss stets geprüft werden, ob Geschenke oder Bewirtungsleistungen unter allen gegebenen Umständen angemessen und vertretbar sind. Ein besonderes Augenmerk gilt dabei stets der hinter dem Geschenk bzw. der Bewirtungsleistung stehenden Absicht.

4.4 Direkt Verbundene Personen können Geschenke und Bewirtungsleistungen ausschließlich in folgenden Fällen anbieten oder annehmen:

  • nach vorheriger Genehmigung durch ihre direkten Vorgesetzten und
  • wenn jeder Grundsatz erfüllt wurde und
  • ENTWEDER 
    bei einem tatsächlichen (oder von der Direkt Verbundenen Person vernünftig geschätzten) Wert des Geschenks oder der Bewirtungsleistung von höchstens 150 £ und unter Einhaltung der internen Kompetenzmatrix nach vorheriger schriftlicher Genehmigung durch folgende Personen:
    • a) 1 £ bis 75 £ – den direkten Vorgesetzen oder 
    • b) 76 £ bis 150 £ – einen Direktor von Gardien (Director) (sofern nicht durch einen Director angenommen oder angeboten; in diesem Fall ist die Genehmigung des Chief Financial Officer (CFO) oder des Chief Executive Officer (CEO) einzuholen); 
  • ODER 
    bei einem tatsächlichen (oder von der Direkt Verbundenen Person vernünftig geschätzten) Wert des Geschenks oder der Bewirtungsleistung von mehr als 150 £ und unter Einhaltung der internen Kompetenzmatrix nach vorheriger schriftlicher Genehmigung durch folgende Personen: 
     
    • a) 151 £ bis 250 £ – den CFO oder den CEO, oder 
    • b) 251 £ bis 500 £ – den CEO (sofern nicht durch den CEO angenommen oder angeboten;  in diesem Fall ist die Genehmigung des CFO oder eines anderen Chairman einzuholen); oder 
    • c) 501 £ bis 1.000 £: den Chairman, oder 
    • d) 1.001 £ und mehr: den Chairman. 

4.5 Sämtliche von einem Mitarbeiter (einschließlich eines Directors) angenommenen oder abgelehnten Geschenke und Bewirtungsleistungen mit einem Wert von mehr als 150 £ sind in das Register für erhaltene Geschenke und Bewirtungsleistungen einzutragen.

4.6 Sämtliche von einem Mitarbeiter (einschließlich eines Directors) angebotenen (und von einem Dritten angenommenen oder abgelehnten) Geschenke und Bewirtungsleistungen mit einem Wert von mehr als 150 £ sind in das Register für angebotene Geschenke und Bewirtungsleistungen einzutragen.

4.7 Der Wert der in einem der Register verzeichneten Geschenke oder Bewirtungsleistungen ist sofern möglich durch geeignete Dokumente, die in das entsprechende Register aufzunehmen sind, zu belegen. Damit ersichtlich wird, dass das geltende Verfahren eingehalten wurde, sind sämtliche Felder des entsprechenden Registers auszufüllen.

5 Was ist nicht gestattet?

Ihnen (oder jemandem, der in Ihrem Namen handelt) ist es nicht gestattet:

  • Zahlungen, Geschenke oder Bewirtungsleistungen bereitzustellen, in Aussicht zu stellen oder anzubieten in Erwartung oder mit der Hoffnung, einen geschäftlichen Vorteil zu erhalten, oder um einen bereits erhaltenen geschäftlichen Vorteil zu belohnen, oder
  • Zahlungen, Geschenke oder Bewirtungsleistungen für Regierungsbeamte oder Regierungsvertreter bereitzustellen, in Aussicht zu stellen oder anzubieten, um ein Routineverfahren zu „vereinfachen“ oder zu beschleunigen, oder
  • Zahlungen Dritter anzunehmen, von welchen Sie wissen oder vermuten, dass diese in Erwartung eines geschäftlichen Vorteils für diese Dritte angeboten werden, oder
  • Geschenke oder Bewirtungsleistungen Dritter anzunehmen, von welchen Sie wissen oder vermuten, dass diese in Erwartung eines geschäftlichen Vorteils für diese Dritte angeboten werden, welcher von uns als Gegenleistung zu erbringen ist, oder
  • einen Mitarbeiter, der die Beteiligung an einer Bestechung abgelehnt hat oder Bedenken im Sinne dieser Richtlinie geäußert hat, zu bedrohen oder an ihm entsprechend Vergeltung zu üben, oder
  • an Handlungen mitzuwirken, die zu einem Verstoß gegen diese Richtlinie führen könnten.

6 Schmiergelder

6.1 Wir zahlen keine Schmiergelder oder „Kickbacks“ und akzeptieren keine Schmiergelder oder „Kickbacks“ jeglicher Art. Schmiergeldzahlungen sind üblicherweise kleine, nicht offizielle Zahlungen, die geleistet werden, um eine routinemäßige Handlung eines Regierungsbeamten zu beschleunigen. Diese Zahlungen werden im Vereinigten Königreich gewöhnlich nicht geleistet, sind jedoch typisch für einige andere Länder.

6.2 Wenn Sie aufgefordert werden, in unserem Namen eine Zahlung zu leisten, sollten Sie stets bedenken, wofür die Zahlung bestimmt ist und ob der geforderte Betrag in einem ordnungsgemäßen Verhältnis zu den bereitgestellten Waren oder Leistungen steht. Sie sollte stets nach einer Quittung fragen, in der die Gründe für die geleistete Zahlung angegeben sind. Bei Verdacht, Bedenken oder Fragen in Bezug auf eine Zahlung sollten Sie diese gegenüber Ihrem direkten Vorgesetzen (oder gegenüber einem Director, falls dieser der geeignete Ansprechpartner ist) zur Sprache bringen und ihre Genehmigung in Bezug auf jede vorgeschlagene Vorgehensweise einholen.

6.3 Kickbacks sind üblicherweise Zahlungen, die zur Belohnung für einen geschäftlichen Gefallen oder Vorteil geleistet werden. Alle Direkt Verbundenen Personen müssen jegliche Aktivitäten vermeiden, die dazu führen oder vermuten lassen, dass wir Schmiergelder oder Kickbackzahlungen leisten oder annehmen.

7 Spenden

Wir leisten keine Spenden an politische Parteien. Unsere Spenden beschränken sich ausschließlich auf karitative Zwecke, die gemäß den lokalen Gesetzen und Gebräuchen rechtmäßig und ethisch unbedenklich sind. Jede angebotene oder getätigte Spende bedarf der vorherigen Genehmigung des Wohltätigkeitskomitees.

8 Ihr Verantwortungsbereich

8.1 Sie haben sicherzustellen, dass Sie diese Richtlinie gelesen und verstanden haben und in Übereinstimmung mit dieser Richtlinie handeln.

8.2 Die Vermeidung, Erkennung und Meldung von Bestechung oder von sonstigen Formen von Korruption liegt in der Verantwortung aller für Gardien oder unter der Kontrolle von Gardien tätigen Personen. Sie sind verpflichtet, an keinen Aktivitäten teilzunehmen, die einen Verstoß gegen diese Richtlinie verursachen oder vermuten lassen könnten.

8.3 Sie sind verpflichtet, Ihren direkten Vorgesetzten (oder einen Director, falls dieser der geeignete Ansprechpartner ist) so schnell wie möglich zu informieren, wenn sie der Meinung sind oder vermuten, dass ein Konflikt mit dieser Richtlinie besteht oder in Zukunft entstehen könnte. Dies trifft beispielsweise zu, wenn ein bereits bestehender oder potenzieller Kunde Ihnen etwas als Gegenleistung für einen geschäftlichen Vorteil anbietet oder zu verstehen gibt, dass für die Sicherung seiner Geschäfte die Bereitstellung eines Geschenks oder die Leistung einer Zahlung erforderlich ist.

8.4 Für jeden Mitarbeiter, der gegen diese Richtlinie verstößt, kann dies disziplinarische Maßnahmen bis hin zur Entlassung wegen grob fahrlässigen Verhaltens nach sich ziehen. Wir behalten uns das Recht vor, unsere vertraglichen Beziehungen mit anderen Direkt Verbundenen Personen zu kündigen, wenn diese gegen die vorliegende Richtlinie verstoßen. Direkt Verbundene Personen sollten Geschäfte mit anderen Parteien, deren Zielsetzung bei der Einhaltung von bewährten Praktiken kein Geschäftsgebaren gemäß geltenden Antibestechungs- und Anti-Korruptionsstandards umfasst, meiden.

9 Buchführung

9.1 Wir sind zum Führen von Finanzaufzeichnungen sowie zur Umsetzung von angemessenen internen Kontrollen verpflichtet, die den geschäftsrelevanten Hintergrund der an Dritte geleisteten Zahlungen belegen.

9.2 Sie sind verpflichten, sämtliche angenommenen oder abgelehnten oder angebotenen (und von Dritten entweder angenommenen oder abgelehnten) Bewirtungsleistungen und Geschenke im Wert von mehr als 150 £ im Register für erhaltene Geschenke und Bewirtungsleistungen oder im Register für angebotene Geschenke und Bewirtungsleistungen anzugeben und diesbezüglich schriftliche Aufzeichnungen zu führen, die der Prüfung durch das Management unterliegen (siehe Art. 4.5 bis 4.7 oben).

9.3 Sie müssen sicherstellen, dass sämtliche Kostenansprüche in Bezug auf Bewirtungsleistungen, Geschenke oder Aufwendungen, die Dritten entstehen, gemäß unserer Richtlinie übermittelt werden und ausdrücklich den Grund für die entstandenen Ausgaben ausweisen.

9.4 Sämtliche Konten, Rechnungen, Berichte und sonstige Dokumente in Bezug auf den Umgang mit Dritten, wie beispielsweise Kunden, Lieferanten, Geschäftskontakte, sind unter Einhaltung strenger Genauigkeit und Vollständigkeit zu erstellen und zu pflegen. Außerhalb der Bücher dürfen keine separaten Konten geführt werden, da auf diese Weise die Durchführung von nicht ordnungsgemäßen Zahlungen erleichtert oder verdeckt werden könnte.

9.5 Im Rahmen von Ausschreibungs-, Beschaffungs- und Lieferprozessen sollten Due-Diligence-Fragenkataloge ausgefüllt und zentral abgelegt werden.

10 Vorbringen von Bedenken

10.1 Wir empfehlen Ihnen dringend, Ihre Bedenken hinsichtlich jeglicher Sachverhalte oder Hinweise auf ein Fehlverhalten so frühzeitig wie möglich vorzubringen. Wenn Sie nicht sicher sind, ob eine bestimmte Handlung als Bestechung oder Korruption auszulegen ist, oder wenn Sie sonstige Fragen haben, sollten Sie sich an Ihren direkten Vorgesetzen (oder einen Director, falls dieser der geeignete Ansprechpartner ist) wenden. Bedenken sollten in Form einer geschützten Offenlegung gegenüber dem direkten Vorgesetzten (oder einen Director, falls dieser der geeignete Ansprechpartner ist) vorgebracht werden. Diese Offenlegungen sind vertraulich zu behandeln. Bei sehr ernsten Sachverhalten oder für den Fall, dass sich Ihr direkter Vorgesetzter (oder der entsprechende Director) Ihrer Ansicht nach nicht mit Ihren Bedenken in Bezug auf vermutete Bestechung oder Korruption auseinandersetzt, oder Sie den Sachverhalt ganz gleich aus welchem Grund nicht mit ihnen besprechen möchten, sollten Sie die in der Whistleblowing-Richtlinie festgelegten Verfahren anwenden. Der gesetzliche Schutz von Whistleblowern ist durch den Public Interest Disclosure Act 1998 geregelt. Weitere Informationen zu den Whistleblowing-Bestimmungen sind im Mitarbeiterhandbuch oder in der Whistleblowing-Richtlinie von Gardien zu finden.

11 Schutz

11.1 Direkt Verbundene Personen, die keine Bestechungen annehmen oder anbieten wollen oder Bedenken äußern oder das Fehlverhalten anderer Personen melden, könnten sich manchmal über mögliche Auswirkungen Ihres Handelns Sorgen machen. Wir wollen die Offenheit stärken und unterstützen jeden, der nach Treu und Glauben ernstgemeinte Bedenken im Sinne dieser Richtlinie äußert, selbst wenn sich diese im Nachhinein als gegenstandslos erweisen sollten.

11.2 Wir setzen uns dafür ein, sicherzustellen, dass niemand infolge einer abgelehnten Beteiligung an Bestechungs- oder Korruptionshandlungen oder wegen einer nach Treu und Glauben übermittelten Meldung des Verdachts einer tatsächlichen oder potenziellen Bestechungs- oder sonstigen Korruptionshandlung, die ggf. stattgefunden hat oder künftig stattfindet, benachteiligt wird. Solche Benachteiligungen umfassen Entlassung, Disziplinarmaßnahmen, Drohungen oder sonstige nachteilige Behandlung in Verbindung mit vorgebrachten Bedenken. Wenn Sie der Meinung sind, dass Sie auf eine genannte Weise benachteiligt werden, sollten Sie Ihren direkten Vorgesetzen (oder einen Director, falls dieser der geeignete Ansprechpartner ist) informieren. Kann der Sachverhalt nicht geklärt werden, sollten Sie als Mitarbeiter dies offiziell im Rahmen unseres Beschwerdeverfahrens, auf das auch im Mitarbeiterhandbuch verwiesen wird, vorbringen.

12 Schulung und Kommunikation

12.1 Schulungen hinsichtlich dieser Richtlinie sind Bestandteil der Einarbeitung aller neuen Mitarbeiter. Alle bereits beschäftigten Mitarbeiter erhalten regelmäßig Schulungen hinsichtlich der Umsetzung und Anwendung dieser Richtlinie und unserer Verfahren zur Bekämpfung von Bestechung und Korruption, die für die entsprechenden Positionen von Bedeutung sind.

12.2 Unser Null-Toleranz-Ansatz hinsichtlich Bestechung und Korruption ist gegenüber allen Lieferanten, Auftragnehmern und Geschäftspartnern zu Beginn der jeweiligen Geschäftsbeziehung und anschließend je nach Bedarf zu kommunizieren.

13 Wer ist für diese Richtlinie verantwortlich?

13.1 Das Board hat die Gesamtverantwortung dafür, dass diese Richtlinie im Einklang mit unseren gesetzlichen und ethischen Verpflichtungen steht und dass sämtliche unter unserer Kontrolle stehenden Unternehmen und Personen in Übereinstimmung mit dieser Richtlinie handeln.

13.2 Der Chief Financial Officer trägt als Richtlinienbeauftragter die primäre und tägliche Verantwortung für die Umsetzung dieser Richtlinie und für die Aufsicht über ihre Anwendung und Wirksamkeit sowie für die Bearbeitung sämtlicher Fragen zu ihrer Auslegung. Das Management ist auf allen Ebenen zuständig dafür, dass alle seinen Untergebenen Kenntnis von der Richtlinie haben, sie verstehen und angemessene Schulungen hinsichtlich der Richtlinie erhalten.

14 Aufsicht und Prüfung

14.1 Der Chief Financial Officer als Richtlinienbeauftragter sowie alle Internen Prüfer überwachen die Wirksamkeit der Richtlinie und prüfen von Zeit zu Zeit ihre Umsetzung auf Eignung, Angemessenheit und Wirksamkeit. Sämtliche erforderlichen Änderungen werden so schnell wie möglich in Abstimmung mit dem Board umgesetzt. Um zu gewährleisten, dass interne Kontrollsysteme und entsprechende Verfahren wirksam gegen Bestechung und Korruption sind, werden sie regelmäßigen Prüfungen unterzogen.

14.2 Alle Direkt Verbundene Personen sind für den Erfolg dieser Richtlinie verantwortlich und sollten sicherstellen, dass sie die Richtlinie bei der Offenlegung jeglicher vermeintlicher Gefahren und vermuteten Fehlverhaltens anwenden.

14.3 Wir freuen uns über jedes Feedback zu dieser Richtlinie. Alle Direkt Verbundenen Personen sind herzlich eingeladen, ihre Meinung zu dieser Richtlinie sowie zu den relevanten Schulungsmaßnahmen zu äußern und Verbesserungsvorschläge einzureichen. Kommentare, Vorschläge und Fragen sind per E-Mail an Richard.Horsman@gardien.com zu senden.

14.4 Diese Richtlinie ist nicht Bestandteil der Arbeitsverträge unserer Mitarbeiter und kann jederzeit abgeändert werden.